22.04.2016

ich                           schritt hernieden
        wes andere Menschen mieden.
und ich schritt hochaus, hochvor:
ich                                                     Tor.


28.09.2014-13.11.2014

Oh, Fliegelein mußest gehen, du,
ohne mir zu verstehen, wie’s geschehen.

Wie’s geschehen:

Ein Fliegelein angeflogen kam,
und nahm mich zusehends mit,
ich schlug mich letztlich wacker,
als ich auf ihrem Stupschen – sitz.

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Trelby is a screen writing software. You can read more on trelby.org.

I have prepped a debian package at files.нсрср.рус in case you want to avoid the hassle of compiling it by yourself. Compiling from source proves difficult with Ubuntu 20.04. Until the howto here is updated, I created also an debian package for Ubuntu 20.04.

Since its developers have not released an updated official version (which could be 2.3), you cannot use the available packages from the official site. Thus you need to compile from source. This is a quick and dirty way to do it, it worked for me, may not work for you. See referenced original post on google groups, which I have updated here.

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2005-2013

Rost.
Der Zerfall.
Hienieden im Freien, wo ein Regen sinkt, klare, dichte Nässe zwischen aufgeweichtem, tanzenden Boden, und triefender Wolkendecke.

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2014-2015

An alle Führer dieser Welt:
ihr habet euere Sklaven.
Nun, wohl ihr euch gesichtet,
wohlgenährt, seyd unterrichtet:
nicht daz Erbarmen ist es, dasz
daz Schweigen ist ganz ausgerichtet.
Es sind die Sklaven, die sich erbarm’
und wohlgesichtet duldsam dien’,
obwohl all’ ihr ihn’ nicht habhaft seyd,
gehet es auch wehrlos und wohlgesittet vonstatten,
dasz viele euch dienhaft seyn,
daz aber ist die Sensation
und mein erheblicher Zweifel an der Welt.

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2005

Der Umriß meines Selbst, haarig und mir fern, reicht von abstrakten Zehen, die ich nicht spüre, nicht vermag, unspürbar jeder Augenblick!, zu abstrakten Armen, die sich nicht regen, nicht mehr regen; der starre Wille dazu ist nicht mächtig genug, und die Maschine nicht willens; das Werk der Lungen arbeitet ungeteilt der Absicht der Krankheit, meinen Schmerz zu erheitern durch die größte Nichtigkeit: Stille – weder fühle ich meinen Brustkorb sich heben, noch mein Herz… mit sanftem Schlage vibrieren – öffne ich meine Augen, so vernehme ich neben meinem elendigen Begleiter, der Schwärze, aufhellendes Licht, Lichtreize, und noch verzerrter als im Stillen, mit mir… und dem Schmerz – er verdrängt meine Sinne, Zehen, Lungen, das Herz, und meinen Verstand, durch und durch bin ich erfüllt… mit ihm, und fühle mich gar nicht… wunderbar – die größte Nichtigkeit nahm den Platz ein, den das Leben sich vorher zu teilen vermochte – es wurde verdrängt, “Verdrängt”, stöhne ich, und merke Boden, den Boden in meinen Augen, um mein Lid gar bis zum Naseneingang hin, feuchter Boden, der sich ins Auge begab und dem Blindheit unzufrieden ummehr nun Atemschwere! – um immer meine Niedrigkeit hervorzuheben – wunderlich, fühle ich nichts, aber der Boden!, mir näher als ich selbst! – eine Nacht, oder zwei, was mag denn vergangen sein? – ich weine, Tränen, die fließen – hart ist er mir unter, so flau scheine ich mich zu fühlen, so flau, daß ich die Erde als harte Last empfinde, mit der Gewalt in meinen Sinnen, Elend, nenne es da meinen Halt, als daß ein harter Untergrund mich beschweren könne! – ach, sogar im Ohr scheine ich Boden zu haben, als wäre er nicht nah genug, so als ich mich in ihm vergraben müßte, dichtumschlungen wie ein Vater schützend, ein trocken´ Grab, in Ursubstanz, nur tief, und das Rieseln mich in Schlafe wiegend; – nunmehr in meinen Haarspitzen gar ein Dreck, der Haare sich verknoten läßt!, was, wie beschwerlich noch das Kämmen? – tatarata… zurückgeholt, längst zurück, hierda ich bin, fürwahr, hierda! – um mich, nicht Leere, eine Veränderung ich zu spüren fähig, eine pulsierende Vibration auf meiner Haut, mein Schmerz, den ich halte, so um ihn daeinst zu töten bedacht noch halte, eine jähe Regung, unmehr eine, zwei,… zehn – ich zähle mit und alsgleich stocke – ich stocke, als mich etwas schroff umschlingt und tastet, schleift, mitschleift, wo auch das Ziel sei, Unkenntnis dessen ist bekannterweise modern und andernfalls reaktionär – hiermit ist sich anzufreunden, zufrieden zu stellen, wieso sich wehren, wenn keine Not, Glaube und Angst nur – denn nie Not!… und Macht, ob seicht und schwitzend, dahinsiechend, gebrochen, verkommen und nieder, zermürbt; zerschmettert, zerklüftet in Flüssigkeit wie eines unedlen Metzes bearbeiteter Fels, aus dem das rote Leben gedrungen, da ER ein anonymer Verräter der Kunst, innewohnendes Übel, und sich alsbald er zu schwärzen begann, hiermit die Farbe des Glückes sich zeigte, sie sich nieder sammelnd, der Ort des Ursprunges der Qual, aus dem und der alles entstand,… eines Unmenschens, der aus gierender Langweile sich mit der Unendlichkeit der Endlichkeiten zu verewigen gesinnt war, nachdem ER den Tod erschuf zum Vergeben eines Sinnes sich selbst, und seine Sünde die Meine nannte, um sich von seiner Last entgiltig zu befreien fähig, denn wie die Schöpfung selbst ein Ebenbild, so des Menschens unablässige Nachkommen, und verdammt, ER!, der Qual zu Leben, muß ER gut sich seiner Taten quälen, ist nicht zu vergeben, nicht der Taten, die ER zu befähigen gewährt mit schwacher Hand, die nieder donnert: junge Risse im Stein, jeder wie ER, sich selbst überlassen – Keine Not, denn nie… Macht, Hoffnung und Glück nur, und, schwach, immer schwach, denn nie Macht, denn Leben! – alsbesser wohl wäre es, Verdienst auszustellen, nach mir, gerechten Verdienst, der sie mir gleichstellen wird,… oder erst unter mir!, unter mir müßte dann viel sein, wäre ich mächtig genug – aber: wieso sich wehren, als die begleitende Hand zu erscheinen gewagt zu glauben wurde und sie nicht, nicht! erschien, wenn Not nur, denn Not immer unterlag und verborgen wurde, tief es zwanghaft jeden Blicken zu verneinen gesinnt war, zu tief, sodaß daeinst das gemeiner Vorstellungskraft Glück die Not nieder stürmend drängte, bis der Grund gespalten und jene Trümmer das Glück zu bändigen suchen, er verstaubt rissig durch die Gewalt der Not, die sich wachen Augen nur in Ansätzen erkenntlich zu zeigen fähig und des Tarnens freudig, wie auch sie innewohnend in jedem, wieso sich wehren, wenn Glaube nur, denn Glaube nie hat Berge versetzt, geschweige mit mächtiger Hand Felsspalten aufgedeckt, wenn Angst nur, denn Angst als hätte ich Not, wieso sich wehren, wenn Not?… – meine Arme schleifen, ohne meinen Befehlen, sich am Untergrund festzukrallen, zu folgen, Arme und Körper streifen an Hartem, wohl Gesteine, vorbei, die mich zuweilen auch stöhnen lassen, oh Schmerz, erheitere mich, gebe ich mich dir hin, erheitere mich, denn ich mich gebe dir hin – was gäbe ich nicht! …für ein Augenlicht, ein helles, daß mich erleuchtet, was mit mir geschieht! – Helle, die mich Nähe spüren läßt wie auch Licht und jedwede Wärme, welches die Stille zur Besinnung nach den Sinnen erheitert. –

Und aufgewacht, nicht Nacht, allein? und helles Licht, mein Licht, Augenlicht, Licht im Auge – so stehe ich, fühle meine Arme am Bauch, meine Gefühle, nehme sie, taste und fasse, gehe in mich, fasse, greife fest an meinen Bauch, fasse, drücke und gehe hinein… Gedärm… in meiner Seele – Gedärm! – Meter für Meter, lange ich, Ursprung erklimmet!,– wie erquickend die Nähe! Elendig!, greife ich in mich, finde mich, selbst mich, selbst ich finde mich wie kein anderer; tief greifende, unerträgliche, schmerzende Nähe; ungleich bevor unnah – wie gerne ich meinen Darm, der da wie eine Nabelschnur sich entferntet zum besudelten Boden, an den ich gebunden bin, und mein schreiendes Blut mit geschlossenen Händen zurückführen, tauschen würde gegen das Verdrängte, gegen das verdrängte Ich! – so reiße ich fortwährend, tief innerlichst bewußt mein Innerstes, um die Schwere zu beseitigen, entdrei – zaudern, der Schmerz! – unabdingbar mein Wille. –

Offen die Augen, die ich geöffnet habe, weit offen, und grell vernehme ich neben mir Elendigem die Erinnerung, den verblieben Schuldner, helles, aberjauchzendes Licht, einladend und immerzu lockend – gleißend, und ich Schatten, selbst Schatten, allerorts fehl, Reize von Licht, und noch verzerrter als im Stillen, mit mir…und der Abtreibung aus dem wobenden Krater der Wahrheit – sie verdrängt meine Sinne, meine Zehen, meine Lungen, das Herz und meinen Verstand, durch und durch bin ich erfüllt, mit ihr, und fühle mich gar nicht… wunderbar – die größte Nichtigkeit ergriff ihr Heil in mir, das Leben wurde verdrängt – verdrängt!, “Verdrängt”, stöhne ich, flach atmend, und merke meine Hand in den meinen Därmen, geflüchtet um wärmendes Fleisch wie einst gebürtig genossen, Heimat, ja das ist Heimat!, und Feuchtes in den Augen – Kot, der sich ins Auge begab – um immer Niedrigkeit beachten zu lassen – wunderlich, fühle ich nichts – aber er! – ein böser Traum, oder zwei, wie viele mögen´s denn sein?, daß ein Alptraum alleine! diesem nicht zu gleichen vermag, in Nichts!; – Ein erlebender Körper, geronnen, das Blut, die Tränen im Boden, und Blut in, an und unter mir, Tränen wohl geborgen wie ich einst mir vorzustellen pflegte, wie als ich ein Samen wär´, der sie erwarte um zu keimen, nicht abzutreiben; zertrümmert fühle ich mich, so elendig zertrümmert, daß ich die Wahrheit als Last empfinde, als daß ich mich jetzt noch quälen könnte! – eine Vibration spüre ich, zwei,… zehn – ich zähle mit – ich stocke, streift etwas denn mich? – ich stocke, als mich etwas schroff bekehrt, zumindest den Ansatz der Erniedrigung, Zuwendung einer alten Liebe, merke ich auf, geronnenes Vertrauen, streift, abstreift meine Seele, wo auch das Ziel sei, Unkenntnis dessen ist bekannterweise modern und andernfalls reaktionär – wie geschieht mir hier elendig! – mein Körper streift an harter Luft vorbei, als wäre jedwede Last gewichen, und da!: der tiefschwarze Rabe greift und greift, längst hat er sich satt gefressen, pickt nunmehr nicht mehr, viel mehr sitzt er unzufrieden und erhaben vor mir auf meinem Darm, der da uns mehrlagig und vielschichtig verbindet so ich sehe, lang vor mir, Häufchen zu Dreck – blutender Darm, und Kot! – ach, ein Thron für seinesgleichen, Blut am kurzen, wurmlangen Schnabel, wohl spitz, leicht offen und begierig lüstern, und Fleischesfetzen im herrlichen schwarzen, facettenreichen Gefieder – nahm er doch nur, was er gab – er sitzt, unbeirrt seelenruhig, totengleich, als wäre ich! unzufrieden, ich! unzufrieden mit dem Augenlicht, ein helles, das da mich hat erleuchtet! – Helle, die mich Nähe spüren ließe wie auch Licht! – kein Wort, auch nicht meines – karge Weite um mich, Stille und Starre, nebeneinander ich der Verhärmte, er und ich, ehemals, und so verbleiben wir. –

Und nah bin ich ihm, wer war ich, wenn ich von Nähe sprach – was war Nähe denn, fühlte ich doch nicht(s) – gewonnene Gewißheit ist nicht über, sondern unter Augenhöhe… – Ha!, ergreifen hätt´ ich´s sollen, hoch streben und werfen das Ungetüm nieder mir herfort, weiten bis zum Fall im schleudernden Fluge bis zum Tode desselben… – bis Maden auf Knochen treffen und sengende Hitze erstarren läßt – unterwegs im tiefen Fall der Ewigkeit bis zur Unkenntlichkeit der Zeit… oder ich am herrlichen Gefieder ersticke; nein – vergelten, rückwirkend vergelten, kann ich es nicht – ich bin des Fliegens nicht mächtig. –

(01.2005-10.2005, 05-06.2006)


2007-2014

aus winzig spalt erdmassner sohl
aus einem enge loche hohl
brach mein leib und trug sich fort
fern verschwand er
doch ich blieb dort.

wie jäh hügel wie forst sich finden
gleichwie flächen das land erringen
inmitten der fernsten verdichtungen
von allerkleinstem leben

hellung strich getuschter streif
kolben gräser pinsel stiele
erzählen einverleibten ausruf
wo unerhörte einigkeit

flüsternd am weiher schweben
im pulse des weihers beben
der reichen taue rinnsäle trübe
so zaghaft formen sich fort

und nebel klingt an
der fenster gestaltend
alles ist verwirklichung
hier in der wirklichkeit.

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2006

Zu mir sang das Leben,
wohl wissend um seine Grausamkeit,
gleichsam in mir erstarrten alle Greuel,
blickte ich zu ihr mit Feuer,
und wenn es auch mir war Leid,
als die Sonne sich mir näherte,
da sang das Leben vor sich hin,
verlor sich kurz in tiefem Atem,
das ist die Heiterkeit!,
wohl wissend um ihre Grausamkeit,
schenkte sie nur ein Leidensblick,
als sie fiel mir zu Füßen,
und verschwand

Erstellungsdatum
Jan. 2006

Unterwegs

im tiefen Fall
der Ewigkeit
bis zur Unkenntlichkeit
der Zeit

Erstellungsdatum
07.2005